trostbanner10
Adressen
TV Aktuell
Termine
Weiterbildung
Literatur
Kinderbuch
Rezension
CD / DVD
Presse
Produkte
Links
hoppetragetuch2

So entspannt und friedlich könnte sich auch Ihr Baby an Sie kuscheln und dabei den ganzen Stress des »Babyseins« vergessen ...

Das Tragen von »Schreikindern« im Tragetuch
von Annette Schröder


Der Name »Schreikinder« ist eine Erfindung der Industriestaaten, da dieses PhÀnomen gerade hier sehr oft, d. h. hÀufiger als in den EntwicklungslÀndern auftritt.

Das Schreien der SÀuglinge kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Instinktiv nehmen wir dann unsere Babys hoch, versuchen sie zu »beruhigen«, was oft auch klappt. Legen wir sie wieder hin, geht das Theater hÀufig von vorne los (bei mir war es Àhnlich).

Ich habe vor kurzem einen Vortrag von dem Zoologen Jörg Hess aus der Schweiz besucht, der sich schwerpunktmĂ€ĂŸig mit der Geburt und Stillzeit von Menschenaffen befasst hat (der Vergleich sei mir an dieser Stelle erlaubt). Trotz der zahlreichen Parallelen im Verhalten von »AffenmĂŒttern« und »MenschenmĂŒttern« kennen die Menschenaffen das Problem der Schreibabys nicht. Laut Herrn Hess tragen die AffenmĂŒtter ihre Babys die ersten 4 Monate ununterbrochen mit sich herum, erst danach beginnen kurze Zeiten der Trennung. Durch diesen intensiven Kontakt lernen Mutter und Baby sich sehr schnell und intensiv kennen, und noch bevor der »AffensĂ€ugling«“ selber weiß, ob er Hunger haben soll, legt ihn die Mutter an, bevor er seinen Wunsch (bei unseren Babys wird es oft durch Schreien mitgeteilt) Ă€ußert. Auch andere GrĂŒnde, aus denen unsere Babys schreien, werden von den AffenmĂŒttern von vorn herein ausgeschlossen:
 

  • fĂ€ngt das Baby an zu »schmatzen«, bekommt es sofort die Brust und muss sein BedĂŒrfnis nicht erst durch Schreien Ă€ußern.
     
  • fĂŒhlt sich das Baby alleine, schmiegt es sich noch enger an seine Mutter, die es zusĂ€tzlich mit den Armen umschließt und dadurch mitteilt: »Bei mir bist du sicher, dir kann hier nichts passieren.«
     
  • fĂŒhlt sich ein Baby unwohl, hat es Schmerzen (bei unseren Babys sind es oft die »3-Monats-Koliken«), friert es oder hat Angst, drĂŒckt es sich enger an die Mutter, die es wiederum eng umschmiegt und durch die WĂ€rme, die NĂ€he und den Geruch ihrem Baby ein GefĂŒhl der NĂ€he und des Trostes vermittelt.
     

Wenn wir uns ĂŒberlegen, dass der SĂ€ugling bis zur Geburt ca. 9 Monate immer den intensivsten Kontakt, den man sich vorstellen kann, zu seiner Mutter hatte und dann nach der Geburt so abrupt von ihr getrennt wird (»eigenes« Bettchen, »eigene« Wiege, »eigener« Kinderwagen ...), dĂŒrfte klar werden, warum viele SĂ€uglinge das gar nicht gut finden. Die ausgefeilte Kommunikation zwischen Mutter und Kind ist nicht angeboren und benötigt einfach ihre Zeit zum Reifen. Durch den engen Kontakt, den der SĂ€ugling beim Tragen im Tuch erfĂ€hrt, können viele MissverstĂ€ndnisse schnell ausgerĂ€umt werden bzw. entstehen erst gar nicht. Einen Versuch ist es allemal wert.

In diesem Sinne hoffe ich, ein paar DenkanstĂ¶ĂŸe gegeben und eventuell den Wunsch geweckt zu haben, sein Baby hĂ€ufiger ganz nah bei sich zu haben und trotzdem noch etwas anderes machen zu können (»Freizeit«, Kinder, Partner, Haushalt, Job ...).

 

Mehr Infos rund ums Tragen im Tuch findet ihr auch auf der Seite www.hoppediz.net

 

Eure Annette

 

Seitenanfang

Produkte-Startseite

 

 © 2002 Annette Schröder